Wie auch jeder Mensch braucht auch jedes Tier eine Lebensaufgabe.



Bekommt ein Hund keine Aufgabe und ist somit unterfordert, sucht er sich selber einen 'Job', mit welchem er sich beschäftigen kann.
Und dieser ist für 'seinen Menschen' nicht selten unerfreulich.

Viele Verhaltensstörungen entspringen geistiger Unterforderung und einem Mangel an Bewegung.
Der berufstätige Hundehalter geht nicht selten vor der Arbeit und dann nochmals am Feierabend jeweils 20 Minuten mit seinem Hund rund ums Quartier. Hierbei wird dann auch noch erwartet, dass dieser schön brav und ohne an der Leine zu ziehen neben einem her geht.

Es gibt aber auch Hunde, die zwei Stunden und mehr pro Tag zum Laufen kommen.
Frage ist dennoch, ob man einfach Spazieren geht oder ob man 'mit dem Hund' Spazieren geht.
Ist der Hund selbstständig und beschäftigt sich für sich allein? Lebt in seiner eigenen Welt der Düfte & Co.? Dann kann es gut sein, dass er bei der nächsten Katze Knall auf Fall weg ist und seine Ohren auf Durchzug geschaltet sind. Alles Rufen wird zwecklos sein.

Ganz anders, wenn sein Mensch für ihn interessant ist.
Ihn zum Spielen auffordert.
Ihn eine Fährte lesen lässt.
Er etwas Apportieren darf.
Eine improvisierte Agility Übung eingelegt wird.
Spielerisch Gehorsamübungen geübt werden.
Hierzu gehört auch, gelegentlich mal einen gemeinsamen Spaziergang mit anderen Hunden einzuplanen, so dass sich der Vierbeiner mal nach Herzenslust austoben kann. Denn der Hund ist ein Rudeltier und braucht Artgenossen.

Die meisten Verhaltensstörungen entstehen zudem durch eine ungeklärte Rangordnung.
Gerade ängstliche Hunde brauchen einen Rudelführer, der ihnen durch seine Klarheit Sicherheit vermittelt.
Gut sozialisierte Welpen können später gut sozialverträgliche Hunde werden. Aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen oder gar Menschen stammt häufig aus einem Mangel an Sozialisierung in der Prägungsphase.

Die heutige Welt ist nicht für Hunde gemacht.
Verhaltensstörungen wie z. B. Aggression, Angst bei Lärm (Feuerwerk), übermässiges Bellen, Hochspringen, Hyperaktivität, unkontrollierbarer Jagdtrieb, ausgeprägtes Territorialverhalten, Trennungsangst, Überforderung durch Situationen etc. stellen so manchen Hundebesitzer vor Probleme, mit denen er allein nicht zurecht kommt.

Gerne berate ich Sie nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung im April 2014!