Im Gegensatz zu Hund und Katze ist das Pferd ein Fluchttier und tickt daher komplett anders.



Ein Fluchttier hat ein ganz anderes Verhaltensrepertoir als ein Jagdtier - oder der Mensch.

In freier Wildbahn lebt das Pferd in Verbänden und verbringt rund 16 Stunden des Tages damit  Nahrung aufzunehmen. Hierbei bewegt es sich im Schritt langsam vorwärts und grast.

Das Leben eines Pferdes in der Zivilisation sieht hingegen komplett anders aus.
Es lebt entweder in der Auslaufboxe, der herkömmlichen Boxe oder dem Offenstall - je nach Ansicht und Budget des Halters.
Es wird zwei- bis dreimal am Tag gefüttert.
Ein Pferd, das in Boxenhaltung lebt, macht täglich ca. 600 Schritte und legt damit etwa 170 Meter zurück; ein Pferd in Natur naher Haltung bewegt sich zwischen 6 und 17 Kilometern pro Tag.
Durchschnittlich wird es dreimal  pro Woche geritten und hierfür kommt es jeweils ein bis zwei Stunden aus dem Stall raus.

Verhaltensstörungen wie Boxenlaufen, Boxentreten, Koppen, Weben etc. sind so  vorprogrammiert.
Das Fehlen einer artgerechten Haltung ist auch hier Ursprung der auftretenden Verhaltensstörungen.
Uneingeschränkter Sozialkontakt muss für Pferde stets gewährleistet sein, sie brauchen Artgenossen.

Probleme, welche trotz artgerechter Haltung auftreten und tierpsychologische Beratung notwendig machen können sind z. B.
Angst vor Gegenständen, gewissen Situationen wie z. B. Verladen etc.


Die Ausbildung Tierpsychologie Spezialgebiet Pferd habe ich 2013 erfolgreich abgeschlossen.
Seit 1985 bin ich mit Pferden auf dem Weg und durfte mir einen reichen Erfahrungsschatz aneignen.
Am meisten gelehrt hat mich meine eigene Gangpferde-Stute, die ich 2002 roh gekauft und selbst ausgebildet habe.
Gerne stehe ich Ihnen und Ihrem Pferd mit Rat und Tat zur Seite!